Sprecherhaus Luzein

Das als Baudenkmal von nationaler Bedeutung eingestufte und denkmalgeschützte Sprecherhaus wurde 2007 bis 2012 unter Mitwirkung der Denkmalpflege sorgfältig restauriert. Das barocke Herrschaftshaus ist in seinem Innern weitgehend in originalem Zustand.

Beschreibung

Ende des 16. Jhdts. liess sich ein Zweig der 1582 von König Heinrich III von Frankreich in den Adelsstand erhobenen Familie Sprecher von Bernegg (von Sprecher) in Luzein nieder und baute innert ca. 100 Jahren mehrere herrschaftliche Häuser, welche das Dorfbild heute noch prägen. Eines dieser Häuser ist das ums Jahr 1680 von Bundslandammann Florian Sprecher von Bernegg erbaute «Sprecherhaus» oberhalb des ehemaligen Landsgemeindeplatzes des Gerichts Castels, welches bis ins Jahr 2007 ununterbrochen von Mitgliedern dieser Familie bewohnt wurde. Zum Herrschaftshaus gehören der 1651 erbaute Stall und der diesem vorgelagerte Hof, welcher bergseits durch ein Nebengebäude begrenzt wird. Eine mächtige Linde überschattet dieses reizvolle Ensemble. Auf der Ostseite des Hauses liegt der auf drei Terrassen angelegte, barocke Rosengarten. Die ganze Liegenschaft, welche als Baudenkmal von nationaler Bedeutung gilt, wurde in den Jahren 2007 bis 2012 sorgfältig restauriert, so dass sich das Haus, insbesondere dessen Inneres noch heute beinahe unverändert in seinem barocken Aussehen präsentiert. Der Hof Durch das grosse, zweiflüglige Tor gelangt man von der Strasse her in den gepflästerten Hof, wo ein alter Brunnen plätschert, umgeben von der alten Linde, dem Nebengebäude von ca. 1740 und dem Herrschaftshaus.

Das Haus

Der Bau geht im Wesentlichen auf die Zeit um 1680 zurück, während sich ein durchgreifender Umbau 1708 auf das Innere beschränkte. Aus dieser Bauphase stammen die beiden bergseitig angeordneten Säle; der untere als «Salaterrena» mit Klostergewölbe; der obere als Festsaal mit kassettierter Holzdecke deren Mitte ein stattliches Familienwappen mit Allegorien ziert. Die zahlreichen gewölbten Räume und Korridore, die qualitätsvollen holzvertäfelten Stuben und Zimmer, von denen das sog. «Balkonzimmer» mit seinen reichen Verzierungen hervorsticht, geben dem Haus sein herrschaftliches Gepräge.

Der Garten

Die dem Haus auf der Ostseite angegliederte barocke Gartenanlage wurde um 1680 erstellt und umfasst drei Terrassen, die durch symmetrisch angelegte Treppen miteinander verbunden sind. Die Anlage besteht aus verschiedenen Sorten «Englischer Duftrosen» (ca. 450 Stöcke) in von Buchs eingefassten Beeten und Rabatten.

Führungen / Besichtigungen

Für kulturhistorisch interessierte Personen und Gruppen (mind. 4, max. 8 Erwachsene Personen) besteht die Möglichkeit, Hof, Garten und einen Teil des Wohnhauses auf Voranmeldung hin, unter Führung des Eigentümers, zu besichtigen. Die Führung dauert ca. 1 Stunde. Im Anschluss an die Führung kann auf Wunsch im Hof unter der mächtigen Linde oder im Rosengarten ein Apéro serviert werden.

Führungen sind Montag - Samstag auf Voranmeldung möglich.

-> Anfrageformular für Führungen

Fr. 10.- pro Person

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