Mördertöbeli - einfache Rundwanderung rund um Grüsch

Wanderrouten

Einfache, kurze Wanderung zu einem Ort mit einer schaurigen Geschichte...

  • Typ Wanderrouten
  • Schwierigkeit leicht
  • Dauer 1:25 h
  • Länge 5,7 km
  • Aufstieg 203 m
  • Abstieg 202 m
  • Niedrigster Punkt 593 m
  • Höchster Punkt 714 m

Beschreibung

Anfangs führt die Tour durchs Dorf hinaus, über die Landquart in Richtung Valzeina. Wer sich nicht schon beim Bahnhof mit eine feine Café "geweckt" hat, hat die Möglichkeit im Restaurant Sporti einzukehren. Gleich hinter der Talstation der Grüsch-Danusa Bahnen (die Bahn ist nur im Winter in Betrieb) führt der Weg hoch Richtung Valzeina. Im Mühli-Tobel erfährt man, was es mit dem Mördertöbeli auf sich hat und was für eine schreckliche Sache hier im Jahre 1695 geschah... Nachdem sich die Hühnerhaut wieder etwas gelegt hat,  überquert man das Bächlein und gelangt hinüber auf die Valzeiner Seite wo man auf der wenig befahrenen Strasse wieder talauswärts geht. Man quert wiederum den Fluss Landquart und kurz danach den Taschinasbach. Wer mag stoppt für einen verdiente Pause im Freibad vom Hotel Grüsch oder aber belohnt sich mit einem feinen Coup auf der Terrasse. Zurück zum Bahnhof ist es nicht mehr weit, nach rund 500 Metern halten Sie links Richtung Dorf und wandern entlang der Strasse hinauf zum Bahnhof.

Die Sage zum Mördertöbeli: Anno 1685 wurde als Nachfolger von Pfarrer Johannes Jecklin, der junge Pfarrer Peter Walser, Bürger von Grüsch, als Seelsorger für die Gemeinde Grüsch und Valzeina gewählt. Es war seine erste Pfarrei und sollte auch seine lezte sein. Als Pfarrer trat er kräftig auf gegen die Misstände damaliger Zeit. Er hatte bald grosse Feindschaft und zwar auch von den adeligen in seinem Heimatdorf Grüsch. Eine Gegnerschaft die ihm sogar nach dem Leben trachtete. Die Geschichte dazu: "Pfarrer Walser habe in seiner Sonntagspredigt über zweierlei Augen gesprochen. Zufällig, oder auch nicht, hatte eine Junkersfrau von Salis verschieden gefärbte Augen, welshab ihr Gatte die Predigt ganz auf sich bezog. Am Nachmittag um die Zeit als Walser von seinem Kirchendienst aus Valzeine zurückkehren sollte, ging ihm der Junker mit umgehängten Gewehr entgegen und äusserte sich, er wolle Schwarzamseln schiessen. Beim heute noch so genannten Mördertöbeli im Undervalditaus, habe er den Pfarrer Peter Walser erschossen." Die Gerichtsakten über diesen Mordfall, ja über alle Akten ausgerechnet über jene Jahre, fehlen im Kreisarchiv.

Text: Luzi Nett, Grüsch

Da die Auf-/Abstiege sehr gering sind, kann die Tour  gut  mit Kindern gemacht werden. Im Mördertöbeli befindet sich ein Cache.

Im Gebiet um Grüsch gibt es Zecken, bitte achten Sie auf eine angemessene Bekleidung (lange Hosen etc.)

Über A13 und B28 nach Grüsch.

Beim Bahnhof stehen wenige, kostenpflichte Parkplätze zu Verfügung. An der Talstation der Grüsch-Danusa Bergbahnen stehen ebenfalls kostenpflichtige Parkplätze zu Verfügung. Wenn Sie über Nacht bleiben möchten, wenden Sie sich bitte an die Bergbahnen: +41 81 325 12 34 oder info@gruesch-danusa.ch. 

Ferien buchen