Von St. Antönien über die Chleibach-Hängebrücke nach Schiers

Wanderrouten

Einsame Wanderung im Prättigau: Viel Wald, viel Wasser, viele Brücken, darunter eine neue Hängebrücke und das Weltmonument Salginatobelbrücke.

  • Typ Wanderrouten
  • Schwierigkeit mittel
  • Dauer 5:53 h
  • Länge 16,2 km
  • Aufstieg 350 m
  • Abstieg 1050 m
  • Niedrigster Punkt 655 m
  • Höchster Punkt 1613 m

Beschreibung

Im Walserdorf St. Antönien findet man in unmittelbar Nähe der PostAuto-Haltestelle Platz/Post verschiedene Gasthäuser, in welchen man sich für den Aufstieg stärken kann. Neben der Post folgt Man dem Strässchen Richtung «Stels/Salfsch» bergauf. Nach 5 Minuten bei der Verzweigung wechselt die Route auf Naturbelag. Im Zickzack wandert man bergauf, kommt am Panoramabergasthaus Michelshof vorbei und dreht bei einer Scheune rechts zu den Häusern. Während rund 7 Minuten folgt man dann der Strasse leicht bergauf nach Aschüel. Strässchen nach links. 

Direkt nach dem Parkplatz Nr.21 beginnt der Wanderweg Richtung «Salfsch/Schuders»; ein weicher Wiesenpfad führt über ein Hochmoor - hier ist es während dem Bergfrühling zauberhaft! Wo der Weg breiter wird, gut auf die Markierung achten - der absteigende Pfad folgt noch ein Stück dem Wissbach Richtung Wald. Nun kreuzt man eine feuchte Weide. Wieder im Wald, dreht die Route rechts dem Hang entlang, während sich links ein riesiges Erosions-Tobel auftut. Feuchtgebiete wechseln ab mit dichtem Wald; Farne säumen den Weg, man fühlt sich fernab der Zivilisation. Im leichten Auf und Ab gelangt man schliesslich ins Chleibachtal, steigt hinunter zur Hängebrücke, welche den tosenden Wildbach überquert.

Am Gegenhang geht‘s über Treppen wieder zum Höhenweg hinauf, der nun weniger feucht und tannadelweich der Höhenkurve entlang führt. Unzählige kleine Töbelchen werden elegant umwandert, ein Holzschlaggebiet gekreuzt, und schliesslich gelangt man durch eine sumpfige Kuhweide zum schön gelegenen Weiler Salfsch. Gegenüber auf gleicher Höhe liegt Schuders, dazwischen das Schraubbachtal. Tolle Sicht in die Bündner Bergwelt auf der einen und in die Österreicher Bergwelt (Drusenfluh) auf der andern Seite.

Die abenteuerlichen Pfade sind zu Ende; bis nach Schiers führt nun ein Natursträsschen, das auf feuchten Teilstrecken einige Male kurz geteert ist. Kurvenreich geht‘s ins Schraubbachtal hinein und alles dem Schraubbach entlang sanft talabwärts. Mächtig sind die Felsen am Weg und im Bach. Man folgt weiter dem Lauf des wilden Schraubbachs. Nach 10 Minuten überqueren man den Bach auf der schindelgedeckten Hellstutzbrücke - schöne Zimmermannsarbeit. Wo der Wissbach einmündet, wird das Bachbett breit und das ganze Tal ist voller Geschiebe. Mehrere Betonmauern halten das Geschiebe einigermassen zurück und bilden dabei eindrückliche Wasserfälle. Beim Wegweiser zur «Salgina-Tobelbrücke» mündet die Salgina in den Schraubbach ein. Ca. 150 Meter weiter dem Schraubbach findet man einen äusserst komfortablen Picknickplatz mit Feuerstellen und gedeckter Hütte. Weiter gehts neben dem breiten Kiesbett zum Kieswerk, wo das Material sortiert und verwertet wird; der Weg führt mitten durch die hohen Kieshügel hindurch - eine unwirkliche Mondlandschaft. Nach dem Passieren einer Sägerei trifft man auf das Schulhaus von Schiers. Rechts geht‘s in 10 Minuten durch das Dorf zum Bahnhof Schiers. 

St.Antönien Platz 1414m - Aschüel 1620m - Hängebrücke Chleibach 1320m - 1400m - Salfsch 1288m - Sagebrücke im Schraubbachtal 1035m - Hellstutzbrücke - Salgina-Einmündung / Picknickplatz 758m - Schiers 654m

Abstecher Salginatobelbrücke:Wer sich für Kulturdenkmäler interessiert, kommt wohl nicht umhin einen Abstecher zum Weltmonument Salginatobelbrücke zu machen. Man folgt einfach dem Wegweiser «Aussichtsplattform 0.15h» (Treppenweg, 70 Höhenmete, gleicher Weg zurück) - oder folgt dem «Historischen Rundweg 0.40h» rund 100 Höhenmeter bis hinauf zur Salginatobelbrücke (erbaut von Robert Maillart), überquert die Brücke und steigt am Gegenhang wieder zum Schraubbach hinunter.

 

Über die A13 und die N28 bis nach Küblis, dort der Luzeinerstrasse nach Pany / St. Antönien folgen.

In St. Antönien sind sämtliche Parkplätze kostenpflichtig. Der Parkplatz P2 befindet sich im Dorfzentrum etwas oberhalb der Kirche.

Mit der Rhätischen Bahn RhB nach Schiers oder Küblis und mit dem Postauto nach St. Antönien. (Fahrplanfeld 90.214 oder 90.222)

Praettigau Wanderkarte 1:50'000 Gesamtes Wandergebiet Prättigau mit Übergängen zu Nachbarregionen Rückseite: Fülle an Informationen über das Prättigau (Gemeinden, Region, Sehenswürdigkeiten). Die Wanderkarte ist bei den lokalen Infostellen, auf der Geschäftsstelle der Pro Prättigau in Küblis, bei der Buchdruckerei Schiers sowie bei Prättigau Tourismus im Tourist Center in Grüsch erhältlich. Ebenfalls kann diese im Online-Shop von Prättigau Tourismus bestellt werden.
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