Geschichten

Die Mischung macht es aus, Tradition und Moderne. Das Prättigau war lange Zeit stark bäuerlich geprägt, wohl deshalb gelten die Einwohner als arbeits- und genügsame Menschen. Wie die Geschichte mehrfach bewiesen hat, verfügen die Prättigauer/-innen auch über rebellische Züge.

Den Talbewohnern wird überdies eine starke regionale Verwurzelung, die heute noch zur Geltung kommt, zugeschrieben.

Hitsch Kessler - Musik im Blut

Pfeifend und trommelnd von Dach zu Dach

Sollten Sie demnächst in einem Restaurant oder an einem öffentlichen Anlass neben einem grossen, schlanken und durchtrainierten Mann sitzen, der ständig mit seinen Fingern auf dem rechten Knie einen unhörbaren Takt klöpfelt und hie und da leise ein paar Töne vor sich hin pfeift, dann handelt es sich mit grosser Wahrscheinlichkeit um Christian Kessler, genannt Hitsch, den Kaminfegermeister aus Schiers. 

Hirtin Nicole Heinrich

Herrlich, die Ruhe hier oben

Diese Stille, begleitet vom beruhigenden Plätschern des Brunnens vor der Alphütte, dem Summen eines Hummels, der sich am Nektar der eben erst blühenden Alpenrosen labt und dem leisen Mahlgeräusch, verursacht von einigen in der Nähe liegenden, wiederkäuenden Kühen.

Sportkletterin Nina Caprez

Klettern um zu Klettern

Nina Caprez aus Küblis gehört zu den weltbesten Felskletterinnen. Das Prättigau und der Rätikon sind ihr Zuhause. 

Künstlerin Monika Flütsch

Filigrane Werke mit Bodenhaftung

Wer den Prättigauer Höhenweg als Pauschalangebot bucht, erhält als Zugabe regionale Köstlichkeiten, verpackt in einem Lunchsack oder, wie wir Prättigauer sagen, einem «Spiispüntel». Dabei lohnt sich für einmal auch ein Blick auf die Verpackung, respektive auf den Steinbock, der darauf abgebildet ist. Bei diesem Bündner Wappentier handelt es sich nämlich um eine Arbeit der bekannten St. Antönier Scherenschnitt-Künstlerin Monika Flütsch-Gloor.

Schnitzkünstler Marco Walli

Schnitzkünstler und Burgbesitzer

Auf einer natürlichen Erhebung am steil abfallenden Ende der Fideriser Fraktion Strahlegg befindet sich die gleichnamige Burg. Die über 700 Jahre alte Anlage wurde in den letzten Jahren durch den Bündner Burgenverein Instand gestellt und ist auf Anmeldung zugänglich. Besitzer der Burg Strahlegg ist der bekannte Schnitzkünstler Marco Walli.

Bäuerin Barbara Aliesch

Bäuerin mit Leib und Seele

„Nein, einen Bauern wollte ich eigentlich nicht heiraten“. Die diese Bemerkung soeben gemacht hat, steht leicht gebückt, mit weisser Schürze und warmer Wollweste an einem Tisch im kühlen Kellerraum und stülpt mit flinken Fingern einen Darm über das Rohr der Wurstmaschine. Barbara Aliesch-Stiffler, gelernte Parfümerieverkäuferin, war in jungen Jahren der Meinung, dass „Bauern stinken“. Aber ihre Mutter habe ihr prophezeit: „Dass, wo’d am wenigschtä witt, übärchuscht denn ämal.“ Sie bekam Recht, denn seit über zehn Jahren ist die 37-jährige mit Hanspeter verheiratet, einem Bauern aus Luzein. Und sie selbst ist seither mit Leib und Seele Bäuerin.

Schlittenbauer Peter Egli

Juhui, es hat geschneit!

Gross und Klein kann sich nun wieder in unserer frischen Bergluft und im glitzernden Weiss austoben, auf ein oder zwei Brettern. Oder vielleicht lieber auf zwei Kufen, einem Schlitten oder "Gögel", wie wir Prättigauer sagen? Präparierte Wege können wir vorweisen. Mit 12 Kilometern ist der Schlittelweg der Fideriser Heuberge einer der längsten der Schweiz. Aber auch die Schlittelbahn von der Madrisa-Bergstation nach Saas ist mit 8.5 Kilometern nicht zu verachten oder lieber kürzer über 1.5 Kilometer dafür mehrmals? Das wäre die Schlittelbahn auf Danusa, von der Berg- bis zur Talstation. Das nötige Gefährt dazu? Auch kein Problem. In Conters wohnt ein Bauer, der ist auch Schlittenbauer. Peter Egli heisst er und macht noch richtig stabile, hochwertige Gögel, mit viel Liebe zu Holz und Handwerk, Unikate eben.

Der Cavadürli-Samichlaus

Zu Besuch beim Nikolaus

An das Märchen vom Samichlaus, der irgendwo im Wald in einer Hütte haust, glauben wohl nur noch die Kleinsten. Denkste! Kürzlich wurde ich eines Besseren belehrt, als ich mich auf der Suche nach einem Sujet für ein spezielles Foto im tiefen, dunklen Wald oberhalb von Schiers verirrte und plötzlich vor einer kleinen Hütte stand. Rauch quoll aus dem Kamin, darum entschloss ich mich anzuklopfen und nach dem Weg zu fragen.

Dorli Roffler - Bodähütte Pany

Eine herzliche Gastgeberin

Aussergewöhnlich ist alles hier oben im Bodä weit oberhalb Pany im Prättigau. Ein aussergewöhnlicher Nachthimmel mit tausenden von glitzernden Sternen, ein aussergewöhnlich gut schmeckendes Käsefondue, genossen in der heimeligen Stube der Bodähütte und mit der anschliessenden Pferdeschleipffahrt nach Pany, ein aussergewöhnlich romantisches Erlebnis auf dem Heimweg. 

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